nordkap 01Tag 3
Sonntag, 17.7.2016
Von Høysand nach St
øren, 528km

 

Ich schlafe wie ein Stein bis mich um 7:30 Uhr die Sonne weckt. Ich drehe mich auf die andere Seite und möchte eigentlich noch ein wenig weiter schlafen, aber im Zelt wird es schnell ungemütlich warm.

Da mir die letzten beiden Tage in den Knochen stecken, trödele ich ziemlich herum, gehe duschen, spaziere über den Campingplatz und kümmere mich um das Frühstück.

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Das Wetter ist wunderschön und ich freue mich auf eine sonnige, kurvenreiche Etappe Richtung Nordkap. Mal schauen, wie weit ich heute komme. Ich habe ja keinen festen Reiseplan, sondern fahre nach Lust und Laune.

Um 10:45 Uhr ist alles gepackt und auch Elki hat es sich in seiner Topbox gemütlich gemacht.

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Leider ziehen schon nach wenigen Kilometern Wolken auf und kaum eine Stunde später setzt Regen ein. Blöderweise fängt auch das Navi an zu spinnen, schaltet sich ständig ein und aus und zeigt völlig falsche Karten an. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass man dann den Akku für eine halbe Stunde aus dem Gerät nehmen soll. Also suche ich nach nur ca. 90 minütiger Fahrt an einer Bushaltestelle Zuflucht vor dem Regen, nehme den Akku aus dem Navi, säubere die Kontakte und frühstücke eben ein zweites Mal.

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Ich habe die Hoffnung, dass der Regen aufhört und ich dann im Trockenen weiterfahren kann, werde aber enttäuscht. Im Gegenteil wird er stärker und ich setze meine Fahrt nach etwa 45 Minuten bei starkem Regen fort. Aber wenigstens hat der Trick mit dem Akku funktioniert, und das Navi verrichtet wieder klaglos seinen Dienst. Nur einen Kilometer weiter fahre ich an einem PKW vorbei, der offensichtlich eine Panne hat. Zehn Minuten später erreiche ich eine Kreuzung, an der die Ampelanlage ausgefallen ist. Die Farben Rot, Gelb und Grün blinken, teils einzeln, teils gemeinsam und ohne ein erkennbares Muster.

In Kirkenær fahre ich an einem Geldautomaten vorbei. Ich ziehe 4000 norwegische Kronen, was grob 400€ entspricht. Das sollte für eine Weile genügen, zumal ich vieles mit der Karte bezahle.

Nach vier Stunden Regenfahrt reißt der Himmel plötzlich wieder auf, und ich mache eine erste größere Pause. Leider kann Elki kaum den Kaffee abwarten und verschüttet ihn vor lauter Gier auf dem Kocher.

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Nun folgt eine sehr nette Etappe durch eine Elchgegend. Leider sehe ich keines dieser Tiere, aber Ausschau halten ist spannend und verkürzt die Zeit. Durch diesen Wald zu fahren ist wirklich schön und macht sehr viel Spaß, kein Vergleich zu der bislang doch eher öden Anfahrt bis hierher. Erste Kurven deuten sich an, es duftet nach Tannen und überall hängen bunte Elchgeweihe in den Bäumen. Die gelegentlichen kurzen Schauer stören überhaupt nicht.

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Beim Bjøråa picnic parking Eland steht die mit über 10m Höhe weltweit größte Elchstatue. Sie ist aus Edelstahl gefertigt und nicht nur eine Touristenattraktion, sondern soll auch die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöhen und so das Unfallrisiko auf diesen wenig bevölkerten Waldwegen mindern.

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Gegen 22:15 Uhr finde ich einen Campingplatz bei Støren, und schaffe es gerade noch mein Zelt aufzubauen, bevor der Regen wieder einsetzt. Erneut nehme ich den Akku aus dem Navi, da es gegen Ende der Etappe wieder falsche Kartenausschnitte angezeigt hatte. Ich setze ihn erst am nächsten Tag wieder ein, und habe dann zum Glück für die restliche Tour keine Probleme mehr mit dem Gerät.

Es war trotz des reichhaltigen Regens ein insgesamt sehr schöner Tag und das Fahren durch diese großartige Landschaft macht wirklich sehr viel Spaß.

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Erkenntnis des Tages:

Wo viel Technik im Spiel ist, kann auch viel ausfallen!

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