nordkap 02Tag 2
Samstag, 16.7.2016
Von Flensburg nach Høysand, 780km

Ich schlafe gut, aber länger, als ich es eigentlich geplant hatte. Leider nieselt es und alles ist kühl und klamm. Daher beschließe ich, irgendwo unterwegs zu frühstücken, in der Hoffnung, dass es bald aufhört zu regnen.

Mein Zelt besteht aus zwei Teilen, einem Außenzelt und einem darin aufgehängten Innenzelt. Da es zudem über einen relativ großen Vorraum verfügt, kann ich Innenzelt sowie Schlafsack etc. im Trockenen zusammenfalten. Lediglich das Außenzelt muss dann im Regen abgebaut werden, aber das ist ja eh schon nass. Und natürlich muss ich alles im Regen auf das Motorrad packen.

Kurz vor 9:00 Uhr starte ich den Motor und besuche zunächst einmal den Hafen von Flensburg.

 

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Da möchte ich trotz des Regens nicht einfach vorbeifahren und zudem hoffe ich, dort irgendetwas zum Frühstücken zu finden. Leider werde ich enttäuscht und jetzt durch die Gegend zu gurken und ein Cafè zu suchen, habe ich keine Lust. Der Regen wird immer stärker, also fahre ich zügig weiter. Wenige Minuten später überquere ich die deutsch/dänische Grenze und fahre bis Odense. Hier nutze ich eine kurze Regenpause für ein schnelles Frühstück. Kaum dass ich meinen kleinen Gaskocher ausgepackt habe, fängt es wieder an zu nieseln, sodass ich mich mit zwei Scheiben Brot, etwas Aufstrich und Wasser aus der Trinkflasche zufrieden gebe.

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Wenig später erreiche ich den Anfang der Storebæltbrücke. Diese liegt jedoch, ebenso wie die Öresundbrücke, im Nebel. Daher habe ich von der Überfahrt eigentlich gar nichts, zumal auch der Regen jetzt wieder einsetzt und immer stärker wird.

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In Malmö - also in Schweden - schüttet es! Ich überlege, den nächstliegenden Campingplatz anzufahren, verwerfe den Gedanken jedoch wieder. Motorradfahren macht zwar bei diesem Wetter nicht wirklich Spaß, ist aber eigentlich kein Problem, da meine neue Motorradkombi wirklich wasserdicht ist. Vielleicht läßt der Regen ja später nach, und die Hoffnung im Trockenen das Zelt aufbauen zu können ist allemal verlockender als die Gewissheit, es jetzt im strömenden Regen machen zu müssen.

Gegen 17:00 Uhr hört der Regen tatsächlich auf. Bis zur schwedisch/norwegischen Grenze ist es zwar noch ein gutes Stück, aber ich möchte gerne noch heute Norwegen erreichen. Also fahre ich bis Høsand, wo mich ein freundlicher Himmel erwartet.

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Gegen 21:00 Uhr schlage ich mein Zelt das erste Mal auf norwegischem Boden auf. Geschafft, aber froh, koche ich mir frisch geduscht ein Süppchen und falle ohne Umschweife in meinen Schlafsack.

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 Erkenntnis des Tages:
Die Fähre von Hirtshals nach Kristiansand wäre keine schlechte Idee gewesen!

 

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